07 Mai

Jugendberufsagentur (JBA) des Kreises Plön heute in Preetz eröffnet

„Dein Team. Dein Weg.“

Am Montag, 29. April, wurde die Jugendberufsagentur des Kreises Plön im Beisein von Dr. Dorit Stenke, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit und Stephanie Ladwig, Landrätin des Kreises Plön, feierlich eröffnet.

„Jugendberufsagenturen sind uns ein sehr wichtiges Anliegen“, sagte Bildungsstaatssekretärin Dr. Dorit Stenke. Sie begleiteten Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf und böten die dafür notwendige Unterstützung an, betonte sie. „Ich bedanke mich für das große Engagement im Kreis Plön und wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Arbeit.“

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, hob hervor: „Wie stark unser gemeinsames Vorgehen hier vor Ort und in allen Kreisen und Städten des Landes gefordert ist, verdeutlichen die aktuellen Daten zur Jugendarbeitslosigkeit. Trotz der insgesamt guten Entwicklung am Arbeitsmarkt gibt es zurzeit in Schleswig-Holstein 7.900 arbeitslose Jugendliche unter 25. Davon haben 73,1 Prozent keine abgeschlossene Berufsausbildung. Im Kreis Plön waren im März 2019 292 junge Menschen unter 25 arbeitslos, darunter 201, also 68,8 Prozent, ohne abgeschlossene Berufsausbildung.“

„Um zu verhindern, dass insbesondere die Jugendlichen ohne Ausbildung zu den Langzeitarbeitslosen von morgen werden, müssen wir die Beratungs- und Unterstützungsangebote aller beteiligten Partner bündeln. Das tun wir in der neuen Jugendberufsagentur Kreis Plön. Es ist unser gemeinsames Ziel, dass möglichst kein junger Mensch mehr ohne eine Ausbildung in den Arbeitsmarkt geht. In einer Zeit, in der Fachkräfte dringend gesucht werden, unterstützen wir damit“ – so Haupt-Koopmann weiter – „nicht nur die Fachkräftesicherung der Betriebe. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Einrichtung von Jugendberufsagenturen sowie die Intensivierung der Berufsorientierung an den Schulen wichtige Hebel sind, um Jugendarbeitslosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen.“

„Die Jugendberufsagentur im Kreis Plön soll Leuchtturm für all diejenigen sein, die in ihrer beruflichen Findungsphase Rat brauchen. Wir wollen keinen jungen Menschen zurücklassen und bieten unsere Beratungsangebote deshalb unter einem Dach an. Wer noch nicht weiß, welcher Weg nach der Schule der passende ist, bekommt in der Jugendberufsagentur Hilfe“, so Stephanie Ladwig, Landrätin des Kreises Plön.

Die rund 80 geladenen Gäste erlebten eine abwechslungsreiche Veranstaltung. Neben den Ansprachen von Dr. Dorit Stenke, Margit Haupt-Koopmann und Stephanie Ladwig, sorgte die Schülerinnenband „The Fire Friends“ von der Schule im Augustental Schönkirchen für einen musikalischen Beitrag. Schülerinnen und Schüler der Schule im Augustental Schönkirchen, des Förderzentrums Schönkirchen-Schönberg sowie des Berufsbildungszentrums Plön formulierten in einem eigens für die Eröffnungsveranstaltung erstellten Video ihre Erwartungen an den Übergang von der Schule in den Beruf. Ein Interview der Moderatorin Melanie Sonneborn mit dem Schüler Muhur Tesfalem und Sabine Schick, Übergangsmanagement am Berufsbildungszentrum Plön, rundete das Programm ab. Die Gäste aus Wirtschaft und Politik, von Schulen und Schülervertretungen kamen beim anschließenden „Come together“ mit den Kooperationspartnern und Mitarbeitern der Jugendberufsagentur Kreis Plön ins Gespräch.

Mit dem eigens für die Jugendberufsagentur Kreis Plön kreierten Logo und der Unterbringung in einem eigenen Gebäudeteil hebt sie sich am Standort des Jobcenters Plön vom restlichen Teil des Gebäudes in der Kieler Straße in Preetz ab. Die jugendlichen Besucher/innen sollen sofort erkennen, dass sie mit der Jugendberufsagentur Kreis Plön keine „klassische Verwaltung“ betreten. Nach außen wird dies mit dem neuen Logo der Jugendberufsagentur Kreis Plön als gemeinsame Dachmarke sichtbar. Auch eine eigene Homepage, die ab sofort unter www.jba-kreisploen.de zu erreichen ist, unterstreicht den eigenständigen Charakter der neuen Jugendberufsagentur.

Über die letzten Jahre ist im Kreis Plön ein enges Netzwerk entstanden, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Übergang von Schule und Beruf kontinuierlich zu verbessern. Dazu gehört auch, dass die Jugendlichen die Jugendberufsagentur als Anlaufstelle für alle ihre Sorgen und Nöte im Zusammenhang mit ihren beruflichen Zielen sehen. Gemeinsam finden dann alle an ihr beteiligten Partner eine Lösung. Daraus ist auch das Motto „Dein Team. Dein Weg.“ entstanden; denn jede/r Jugendlicher soll auf dem Weg ins Arbeitsleben angemessen unterstützt werden. In der Jugendberufsagentur Kreis Plön haben sich deshalb die Akteure im Kreis für eine verbindliche Kooperation im Januar dieses Jahres zusammengeschlossen. Dazu gehört der Kreis Plön mit der Jugendhilfe nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) VIII, die Agentur für Arbeit Plön mit der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung (SGB III), das Jobcenter mit seinen Beratungs-, Vermittlungs- und Unterstützungsleistungen (SGB II), das Schulamt mit den allgemeinbildenden Schulen im Kreis Plön sowie das Berufsbildungszentrum des Kreises Plön mit dem Übergangsmanagement.

Mit der Jugendberufsagentur Kreis Plön entsteht keine weitere Behörde. Die Netzwerkpartner bündeln ihre Aufgaben und Kompetenzen, um in gemeinsamer Verantwortung den Übergang Jugendlicher von der Schule in den Beruf effektiver und erfolgreicher zu unterstützen. Die jungen Menschen werden in der Jugendberufsagentur Kreis Plön von den Partnern weiterhin individuell beraten und gefördert. Jugendliche, Eltern und Lehrer können Informationen, Beratung und Dienstleistungen an einer gemeinsamen Stelle abrufen.

Die Jugendberufsagentur Kreis Plön ist die achte Anlaufstelle dieser Art in Schleswig- Holstein. In den dem Kreis Plön benachbarten Städten Kiel und Neumünster gibt es ebenfalls Jugendberufsagenturen.

Die Landesregierung unterstützt die Einrichtung einer Jugendberufsagentur im Kreis Plön mit einer Zuwendung bis zur Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen Kosten, höchstens jedoch mit 20.000 Euro.

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung: Thomas Bohse, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Kiel, Telefon (0431) 709-1666, E-Mail: Kiel.pressemarketing@arbeitsagentur.de